Da ich immer mal wieder nach persönlichen Dingen gefragt werde, möchte ich hier ein bißchen Auskunft geben... ;-) Ich wurde 1969 geboren und hatte das Glück, mit Tieren aufwachsen zu dürfen - auch wenn meine Eltern mein Interesse an Tieren nicht wirklich teilten und ich dadurch nicht nur schöne Erlebnisse hatte. Doch habe ich schon immer versucht, Tieren zu helfen und mich dagegen gewehrt, sie nur als Nutztiere für den Menschen zu schätzen.
Mich faszinieren die Zusammenhänge in der Natur, wie jedes Lebewesen seinen Teil zum großen Ganzen beiträgt. Da gibt es keine Nützlinge und Schädlinge, mal abgesehen vom Menschen, der sich über kurz oder lang offenbar seine Lebensgrundlage zerstören wird. Mein größtes Interesse gilt Wildtieren, aus deren Verhalten wir u.a. lernen können, wie Heimtiere besser gehalten werden können. Generell bin ich eigentlich kein Freund davon, Tiere überhaupt als Haustiere zu halten - aber da ich es nicht ändern kann, will ich mich wenigstens für eine angemessene Haltung einsetzen. Ich lebe selbst auch mit Haustieren zusammen, weil ich denen ein Zuhause geben möchte, die sonst kaum eine Chance auf ein gutes Leben gehabt hätten. Ich bin jedoch strikt gegen Vermehrung und Zucht, es gibt bereits mehr als genug Tiere ohne gutes Zuhause.
Ich bin ebenso dagegen, Tiere zu vermenschlichen. Aber nicht, weil ich sie für weniger wert als den Menschen halte, sondern weil sie eben anders sind und wir ihren Bedürfnissen nur gerecht werden können, wenn wir ihre Lebensweise verstehen lernen. Dazu möchte ich beitragen, denn es gibt viele Menschen, die ihre Tiere gut halten wollen und Beratung suchen. Leider wird in Büchern und z.B. beim Kauf im Zoogeschäft noch viel Unfug verbreitet und die Tiere leiden letztendlich darunter. Seit vielen Jahren nehme ich als Pflegestelle eines örtlichen Tierschutzvereins ohne eigenes Tierheim kleine Heimtiere bei mir auf, die aus verschiedensten Gründen in Not geraten sind. Außerdem zog ich etliche Jahre lang von Frühjahr bis Herbst selbst Wildtierkinder auf. So "ganz nebenbei" arbeite ich noch als Leiterin einer Kindertagesstätte, vollzeit natürlich. Ein bißchen Privatleben habe ich auch ;-) - manchmal...
Seit 2001 führe ich diese Website und habe in den letzten Jahren unendlich viele Mails beantwortet, Finder von Tierkindern und Halter von Heimtieren beraten, Pflegestellen vermittelt etc. Da sich das mittlerweile zu einem eigentlichen Fulltime-Job entwickelt hat und ich das unmöglich weiter leisten kann, sehe ich mich gezwungen, diesen Service ab 1.1.2009 völlig einzustellen. Zu dieser Entscheidung hat wesentlich beigetragen, dass manche Menschen glauben, es sei meine Pflicht, ihre teilweise seltsamen Anfragen zu beantworten. Ich habe mich entschieden, die ausführlichen Anleitungen zur Aufzucht weiterhin allen zugänglich zu machen und beim gründlichen Lesen sollten nicht mehr viele Fragen offen bleiben.
Bitte von Mails an mich absehen - ich werde sie nicht mehr beantworten!
Und an all die Leute, die nun offenbar glauben, ich täte nichts mehr für Tiere: Ich arbeite natürlich weiterhin für den Tierschutzverein vor Ort und versorge wie bereits seit 1989 (!) Notfalltiere, die an mich abgegeben werden. Das ist schon ein Vollzeitjob und ich kann es mir nicht mehr leisten, Zeit für oft unnütze Mails zu verschwenden. Außerdem versuche ich mich - so gut es geht - für das Katzenheim in Rom zu engagieren. Aber ich ziehe es vor, meine Arbeit ohne viel Tamtam auf Website oder in Foren zu tun. Ich beobachte mit Kopfschütteln, was momentan im deutschen Tierschutz vor sich geht. Da kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass es nur noch drum geht, wer die meisten Tiere gerettet und vermittelt hat und darum, sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen und sich in höchsten Tönen zu loben. Das ist nicht mein Ding - hier werdet ihr niemals Zahlen aufgenommener Tiere finden, denn mir gehts nicht um Selbstdarstellung. Es geht mir um die Schicksale der einzelnen Tiere. Ich werde nie mein Ziel darin sehen, Tiere möglichst fix zu vermitteln, egal wie und wohin. Mir geht es darum, dass jedes Tier das bestmögliche Leben bekommt und ich sehe meine Aufgabe durchaus auch darin, grade alten und behinderten Tieren bei mir einen Platz bis ans Lebensende zu geben.
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