![]() | Aufzucht von Mäusen Farbmäuse, Hausmäuse und andere Wildmäuse | ![]() | ||||||||||||||
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Lebensweise | ||||||||||||||||
Entwicklung | ||||||||||||||||
Aufzucht | ||||||||||||||||
Auswilderung | ||||||||||||||||
Nochmal ganz deutlich: Nur Wildtiere kann und darf man Auswildern! Wer Haustiere aussetzt, macht sich strafbar! Tiere, die ausgewildert werden sollen, müssen einen möglichst naturnah eingerichteten Käfig bekommen: Äste, Steine, trockenes Laub, ein Stückchen Wiese, Sand usw. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich Verstecke zu suchen und anzulegen. Sobald sie von der Milch entwöhnt wurden und selbständig essen, sollte man sie möglichst nicht mehr anfassen. Schließlich sollen sie nicht zutraulich bleiben. Das Trockenfutter kann man verstreuen, statt es im Napf anzubieten. So lernen die Kleinen, sich ihr Futter zu suchen. Mehr ist an Vorbereitung auf das Leben in der Natur nicht notwendig. Auswildern kann man die Kleinen ungefähr im Alter von 5 bis 6 Wochen, abhängig vom Ernährungszustand und Selbständigkeit. Und natürlich bitte nicht im Winter oder bei Dauerregen auswildern... An einem trockenen späten Nachmittag kann man die Tiere mit einem vertrauten Behälter (Käfig oder ein Unterschlupf daraus) an einer geschützten Stelle aussetzen. Etwas Futter dazu zu tun, kann zumindest nicht schaden. Allerdings sollte man seine Absicht, wilde Mäuse auszuwildern, nicht jedem Mitmenschen mitteilen. Theoretisch sollte für diese Tiere das gleiche gelten, wie für andere Wildtiere wie z.B. Eichhörnchen, aber in der Praxis wird man kaum auf Verständnis stoßen. Und kaum jemand wird wollen, dass solche Tiere in seiner Nähe ausgewildert werden. Da Mäuse ganzjährig Nachwuchs bekommen können, kann es auch das ganze Jahr über Handaufzuchten geben. Im Winter gefundene Junge sollte man erst im Frühjahr aussetzen, da sie sich an die Zimmertemperaturen gewöhnt haben. Des weiteren sollte man besonders einzelne Tiere möglichst dort auswildern, wo sie Artgenossen antreffen werden, denn nur die Gemeinschaft ermöglicht den kleinen Nagern das Überleben. Hausmäuse leben in der Nähe von Menschen und finden dort geeignete Bedingungen, also bitte z.B. an einem Bauernhof, Reiterhof, Gärten, Schuppen oder Lagerhallen aussetzen. Natürlich besteht dort die Gefahr, dass sie den Menschen zum Opfer fallen, aber im Wald finden sie zumindest keine Artgenossen und eben nicht die Lebensbedingungen, an die sie sich seit Jahrhunderten angepasst haben. Hausmäuse können sich von so ziemlich allem ernähren und sind erstaunlich anpassungsfähig. Samen, Getreide und Früchte sind aber ihre bevorzugten Nahrungsmittel. „Hausmaus" ist die Bezeichnung für die Wildmausart, von denen die domestizierten Farbmäuse und so genannten Weißen Mäuse abstammen. Hausmäuse sind also keine Haustiere, sie heißen so, weil sie die Nähe menschlicher Behausungen suchen. (Und während sonst immer laut getönt wird, dass Wildtiere in die „Freiheit" gehören, wird es wohl an dieser Stelle bitterböse Beschwerden geben, weil keiner solche „Schädlinge" in seiner Nähe haben möchte. ;-) Waldmäuse gehören in nicht in den tiefen Wald, wie ihr Name vermuten lässt. Sie leben eher am Waldrand, in Parks, Gärten, Feldern mit Böschungen und kommen im Winter auch gern in menschliche Nähe. Diese Art ist eher einzelgängerisch lebend und fällt besonders durch ihre känguru-artigen Hinterbeine auf, mit denen sie sich hüpfend außer Gefahr bringen kann. Sie bewohnt gern verlassene Wühlmausbaue oder gräbt sich selbst Höhlen, manchmal nutzt sie Baumhöhlen in Bodennähe. Ihre Nahrung besteht aus Samen, Knospen, Beeren, Pilzen und Insekten, Würmern, Schnecken. Rötelmäuse gehören zu den Wühlern und fühlen sich am Waldrand von Laub- und Mischwäldern, in Heckenlandschaften, in Parks, auf Feldern und Wiesen mit Strauchwuchs wohl. Sie legen Gänge oberirdisch im Gestrüpp und Laub oder nah der Erdoberfläche unterirdisch an. Sie können gut klettern und bauen sich aus Gräsern und Halmen kleine Nestkugeln. Sie ernähren sich von Blättern, Kräutern, Samen, Beeren und anderen Früchten sowie auch von Insekten und Würmern. Feldmäuse sind auch Wühlmäuse und lieben trockene Flächen wie Wiesen und Felder. Sie legen unterirdische Gangsysteme mit Nest- und Vorratskammern an. Ihre Nahrung besteht aus Kräutern, Gräsern, Samen, Früchten und besonders gern auch aus Getreidekörnern und Feldfrüchten. Es gibt noch weitere Mäusearten, die allerdings seltener sind: Gelbhalsmaus, Brandmaus, Birkenmaus, Zwergmaus, Erdmaus... Die Bestimmung ist bei einem Baby schwierig und wird in vielen Fällen erst bei älteren Jungtieren gelingen. Bitte schaut euch dazu Fotos im Internet oder Bestimmungsbüchern an. | ||||||||||||||||
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Junge Feldmäuse - zu erkennen an den rundlichen Köpfen und kleinen Ohren | Fast erwachsene Waldmaus mit ihren langen Hinterbeinen und großen Ohren. | |||||||||||||||
Da ich immer wieder gefragt werde, ob das liebevoll aufgezogene Mäuschen im Freien auch wirklich überlebt: Um das zu beantworten, müßte ich hellsehen können - das weiß nämlich leider niemand! Mäuse vermehren sich deshalb so stark, weil sie vielen anderen Tieren als Nahrung dienen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Mäusen liegt bei ca. 3 Monaten, wenige erreichen das Höchstalter, viele sterben schon als Jungtiere. Leben bedeutet für Mäuse, ständig auf der Hut und fast immer in Gefahr zu sein - soweit mal wieder zum Thema "Freiheit". Man kann kleinen Mäusen nur die Daumen drücken und hoffen, dass sie ein möglichst angenehmes Leben haben. Im Normalfall ist es jedenfalls keine gute Lösung, sie in Menschenhand zu behalten - im Einzelfall manchmal schon. Aber dann bitte artgerecht und bei in Familien lebenden Arten nicht in Einzelhaltung! . | ||||||||||||||||
. Wenn ihr das Tier nicht selbst aufziehen könnt/wollt oder sonstige Fragen wegen eines gefundenen Tieres habt - bitte hier klicken "Tier gefunden - was nun?" | ||||||||||||||||