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Aufzucht
von
Kaninchen
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Allgemeines
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Lebensweise

Entwicklung

Aufzucht

Auswilderung
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Aufzucht von Wildkaninchen, Zwergkaninchen
und sonstigen Hauskaninchen
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Gleich vorweg: Auswildern kommt nur für Wildkaninchen in Frage!
Wer Heimtiere aussetzt, macht sich strafbar und diese Tiere haben draußen kaum Überlebenschancen. Es sind eben keine Wildtiere!

Will und kann man Wildkaninchen auswildern, müssen sie vorher über ein Freigehege an das Leben im Freien gewöhnt werden. Ideal ist es, wenn man sie im eigenen Garten in einem Freigehege unterbringen kann und dort ein paar Wochen an die Natur gewöhnt. In der Zeit sollte auch der Kontakt auf ein Mindestmaß reduziert werden, damit sie die Scheu vor dem Menschen wieder erlangen. Sind sie selbständig genug, kann einfach die Tür geöffnet bleiben und die Tiere das Gehege verlassen, wenn sie selbst es möchten.
Das geht aber nur, wenn andere Wildkaninchen in der Gegend leben. Ansonsten sollte man das Tier irgendwo hinbringen, wo eine Wildkaninchenkolonie ist. Es ist für Kaninchen lebensnotwendig, Anschluss an eine Gruppe zu finden.

Im Alter von 8 Wochen dürfte das Kleine soweit sein, dass es ins Freigehege umziehen kann und mit ca. 9 bis 10 Wochen kann es in die Natur entlassen werden.

Besonders bei Einzelkindern halte ich es allerdings für zweifelhaft, ob sie sich draußen auf Dauer durchsetzen können. Unter Kaninchen herrscht eine strenge Hierarchie. Die Kinder ranghoher Häsinnen haben einen viel besseren Start ins Leben und Neuankömmlinge haben es schwer, sich dort einen Rang zu erkämpfen. Rangniedere Häsinnen und schwächere/junge Rammler werden nur am Rand einer Kolonie geduldet bzw. müssen einzeln leben. Da ihnen der Schutz der Gruppe fehlt, sind sie ein leichtes Opfer für Raubtiere. Das bedeutet außerdem Stress, was zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führen kann.
Dazu kommt, dass das Auswildern von Wildkaninchen per Gesetz eigentlich verboten ist. Allerdings kann man sich beim zuständigen Forstamt eine Ausnahmegenehmigung holen und mir ist kein Fall bekannt, in dem jemand wegen es Auswilderns von einem Wildkaninchen Ärger bekommen hätte.  
Wenn man das Wildkaninchen behalten will, braucht man ein großes Freigehege oder zumindest ein Zimmer, in dem das Tier ständigen Freilauf hat. Auch einen Artgenossen braucht das Kaninchen. Siehe "Aufzucht" und "Tipps und Tricks zu Kaninchen" für Hinweise zur artgerechten Unterbringung von allen Kaninchen.
Für Wildkaninchen ist es besonders wichtig, dass sie viel Freiraum haben und nicht in einen Käfig gesperrt werden. Auch brauchen sie geregelte Verhältnisse, man kann sie nicht mal mit in den Garten nehmen und mal nur im Zimmer lassen. Wildkaninchen sind schreckhafter als Hauskaninchen und daher brauchen sie eine ruhige Umgebung. Keinesfalls gehören sie in Kinderhände! Wenn man ihnen keine geeignete Umgebung zur Verfügung stellen kann, sollte man auswildern - alles andere würde für das Tier zu einem Albtraum werden.

Nicht auswildern kann man solche Tiere, die eine angeborene oder durch eine Verletzung erworbene Behinderung haben, sehr klein und schwächlich sind oder eine zu starke Prägung auf den Menschen haben. Manche Wildkaninchen bleiben ihr Leben lang sehr zahm, manche entwickeln jedoch eine Scheu auch zum vertrauten Pfleger. Ich habe schon beide Varianten unter Wurfgeschwistern erlebt, die ich natürlich stets alle gleich behandelt habe.
Junge Wildkaninchen bleiben zu einem Teil in ihrer Geburtsfamilie, der andere Teil wandert zu fremden Gruppen ab. Das ist offenbar genetisch bedingt und so entwickelt auch ein Teil der handaufgezogenen Tiere diesen "Abwandertrieb". Wenn das Tier dann gegen Zäune springt und ganz offensichtlich weg möchte, sollte man es wohl nicht mit Gewalt halten wollen.
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Soll ein Wildkaninchen ausgewildert werden, ist es schlecht, wenn es sich an Tiere gewöhnt, die in der Natur seine Feinde sind.

Dieses Wildkaninchen wurde zwei Jahre in einem kleinen Käfig gehalten und war völlig verhaltensgestört, als ich es bekam. Es dauerte ein halbes Jahr, bis er friedlich mit anderen Kaninchen in einem Freigehege leben konnte und nun wieder ein zufriedenes glückliches Tier ist. Bitte tut sowas keinem Kaninchen an!!!
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So könnte ein ideales Kaninchengehege aussehen. Als Unterschlupf reicht allerdings auch eine kleine Hütte - es muss kein Gartenhäuschen sein. Wenn es aber schon vorhanden ist, kann man das Gehege prima dran anbauen.
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Wenn ihr das Tier nicht selbst aufziehen könnt/wollt oder sonstige Fragen wegen eines gefundenen Tieres habt - bitte hier klicken
"Tier gefunden - was nun?"
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