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Aufzucht
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Mäusen
Farbmäuse, Hausmäuse und andere Wildmäuse
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Allgemeines
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Lebensweise

Entwicklung

Aufzucht

Auswilderung

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ACHTUNG!
In letzter Zeit erhielt ich täglich mehrere Mails mit dem Inhalt "Hab ein Tier gefunden. Weiß nicht, wie alt es ist und was ich füttern soll. Haste Tipps?"
BITTE lest euch meine Seite gründlich durch! Die allermeisten Fragen werden HIER bereits beanwortet, denn dafür habe ich diese Website erstellt und auch ständig ergänzt. Daher beantworte ich auch keine Mails mehr, das ist schon zeitlich absolut nicht mehr machbar.

Um das Alter zu bestimmen, müßt ihr auf "Entwicklung" klicken und euch die Angaben dort durchlesen.
Unter "Aufzucht" findet ihr, was ihr füttern müßt, wie und wie lange, ab wann sie feste Nahrung aufnehmen und was man geben kann, außerdem wie man die Kleinen unterbringt.
Unter "Auswilderung" steht dann, ab wann das möglich ist und wie man es am besten macht.
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Mäusebabys können unsere Hilfe benötigen, wenn ihre Mutter aus irgendeinem Grund die Kleinen nicht versorgen kann. Öfters werden auch verwaiste wilde Mäuse gefunden.
Da Mäuse bei der Geburt extrem winzig sind, hat eine Aufzucht in der Regel erst bei mindestens einwöchigen Jungen eine gute Chance, versuchen sollte man es jedoch stets das junge Leben zu retten!
Notfälle entstehen immer wieder durch unüberlegte Vermehrung. Sind die Tiere dann auch noch in zu kleinen, überbelegten Käfigen untergebracht, werden falsch ernährt oder leiden anderweitig unter Stress, so kann das nicht nur zum Ablehnen der Babys sondern sogar zum Töten und Auffressen der Jungtiere führen. Wer sich ein Pärchen dieser Tiere anschafft, sollte bedenken, dass pro Wurf 10 bis 15 Junge möglich sind. Die Jungtiere sind schnell geschlechtsreif, die Mütter sofort nach der Geburt wieder paarungsbereit und so hat man im Nu statt der ursprünglich zwei Tiere einige Dutzend bis Hunderte! Nicht selten endet solch „Nachwuchssegen" dann beim Tierschutz oder schlimmer - als Schlangenfutter.

Achtung! Leider erlebe ich häufig Fälle, bei denen sich das wahre Geschlecht der Tiere erst durch eine Schwangerschaft heraus stellt. Bitte überprüft die Geschlechter eurer Tiere sorgfältig und fragt im Zweifelsfall einen Tierarzt - auf die Auskünfte von Zoohandel-Mitarbeitern ist leider offenbar nicht immer Verlass!
Auch bei einer bestehenden und erkannten Schwangerschaft muss das Männchen sofort umquartiert werden, denn schon wenige Stunden nach einer Geburt kann das Weibchen bereits wieder schwanger sein und der nächste ungeplante Wurf kommt! (In den letzten Tagen vor der Geburt wölbt sich der Bauch des schwangeren Weibchens extrem auf beiden Seiten, so dass man spätestens daran merkt, dass es sich nicht einfach um ein lediglich übergewichtiges Tier handelt.)
Häufig sind auch so genannte „Zooladen-Schwangerschaften", d.h. die Tiere wurden bereits schwanger gekauft. Oft handelt es sich dann um junge Weibchen, die manchmal mit den Babys überfordert sind oder nicht genug Milch haben.

Mäusemütter sind sehr fürsorglich und deshalb ist es immer ein Alarmzeichen, wenn sich ein Baby längere Zeit außerhalb des Nestes aufhält und die Mutter keinerlei Anstalten macht, es ins Nest zurück zu schleppen. Entweder ist die Mutter nicht in der Lage, für ihre Jungen zu sorgen oder es handelt sich um Babys, die krank oder behindert sind - das muss für uns Menschen nicht unbedingt zu erkennen sein, Tiere spüren das aber.

Nicht selten werden Nester wilder Mäuse gefunden. Man sollte sie möglichst am Fundort oder in der Nähe belassen, da die Mütter ihre Jungen später abholen und in ein neues Nest bringen. Sie finden ihre Babys, auch wenn z.B. ein Schuppen entrümpelt und die Umgebung somit völlig verändert wurde.
Nur wenn sicher ist, dass die Mutter nicht mehr lebt oder auch wenn andere Menschen die Jungen sonst töten würden (Mäuse sind schließlich bei den meisten sehr unbeliebt und werden als sog. Schädlinge verfolgt), sollte eine Handaufzucht sofort übernommen werden.
Ansonsten sollte man 2 bis max. 6 Stunden warten, ob die Mutter ihre Kinder abholt, abhängig von Gefährdung durch andere Menschen und Raubtiere sowie Umgebungstemperatur (bei Kälte und Hitze nicht so lange warten). Natürlich muss in dieser Zeit die Umgebung ruhig und störungsfrei sein. Und der Versuch zur Zusammenführung muss gleich nach dem Auffinden des Nestes erfolgen - also nicht noch drei Stunden weiter baggern, danach hat es keinen Sinn mehr.

Auch wenn die Babys angefaßt wurden, ist es einen Versuch wert. Die altbekannte Regel, dass Tiere ihre Kinder nicht mehr annehmen, wenn sie einmal von Menschen angefaßt wurden, stimmt so nicht. Aber es ist unmöglich vorherzusagen, ob die Mutter sie noch erkennt oder ob sie sich vor dem Menschengeruch zu sehr fürchtet. Das ist von vielen Faktoren abhängig, z.B. wie stark der Menschengeruch den Geruch der Tiere überdeckt, wie lange die Mutter schon mit ihren Kindern gelebt hat und wie gefestigt daher ihre Bindung ist.
Wichtig ist, dass die Babys nach dieser Zeit weg sein müssen oder die Mutter bei ihnen im Nest (falls es nicht zerstört wurde) bzw. ob die Jungtiere mit prallen Bäuchen schlafend im Nest liegen. Dann kann man davon ausgehen, dass sie versorgt werden.
Alarmzeichen sind jedoch Jungtiere, die piepsend umherkrabbeln - denn sie haben wahrscheinlich Hunger und suchen ihre Mutter! Bitte nicht so interpretieren, dass sie aktiv und lebhaft sind und daraus schlußfolgern, dass sie versorgt werden. Denn Jungtiere im Nest verhalten sich im Normalfall ruhig, um keine Fressfeinde auf sich aufmerksam zu machen.

Bei wilden Mäusen gibt es verschiedene, teilweise aber seltene Arten: Hausmaus (die wilde Stammform der Farb- oder Weißen Maus), Waldmaus, Gelbhalsmaus, Brandmaus als Vertreter der so genannten Echten Mäuse und Feldmaus, Erdmaus und Rötelmaus als Wühler (daher auch oft Wühlmäuse genannt).
Achtung! Rötelmäuse sind in Teilen Österreichs als Überträger einer Hirnhautentzündung festgestellt worden! Diese Erkrankung kann man sich zwar auch beim Beerenpflücken o.ä. zuziehen, dennoch sollte man den Hausarzt zu den Risiken befragen bevor man Rötelmäuse aufnimmt bzw. wenn man feststellt, dass die Babies zu dieser Art gehören.

Im Prinzip gehören auch Ratten zu den Echten Mäusen und Hamster zu den Wühlern - ihnen habe ich aber nun eigene Seiten gewidmet.

Zu den als Heimtieren gehaltenen Arten zählen vor allem die Farbmäuse (in der Albinoform meist Weiße Mäuse genannt), aber zunehmend auch Vielzitzenmäuse, Stachelmäuse u.a. Rennmäuse zählen wie die Hamster zu den Wühlern, aber ich habe sie dennoch hier mit erwähnt, weil auch die Wühlmausarten hier zu finden sind und kaum jemand sie bei den Hamstern suchen würde...

Für alle diese Arten kann die hier erstellte Aufzuchtanleitung Anwendung finden, auf Unterschiede zwischen den Arten weise ich jeweils hin.

Da es immer wieder zu Mißverständnissen kommt: die Heimtiere heißen FARBMÄUSE und die wilde Form, von der sie abstammen, heißt HAUSMAUS.

Und bitte beachten: Spitzmäuse sind keine echten Mäuse, sie gehören zu den Insektenfressern (wie Maulwurf und Igel) und Haselmäuse gehören zu den Bilchen (wie der Siebenschläfer).
Hier geht es zur Aufzuchtanleitung für Spitzmäuse und für Bilche.


Das Kapitel "Auswildern" betrifft selbstverständlich nur Wildmäuse. Wer Heimtiere aussetzt, macht sich strafbar und die Tiere haben entweder keine Überlebenschance oder schaden der einheimischen Tierwelt.
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Farbmaus

Vielzitzenmäuse
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Stachelmäuse

Junge Waldmaus
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Junge Feldmäuse

Keine Maus, sondern ein Siebenschläferbaby
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KEINE Maus, sondern eine SPITZMAUS! Sie gehört wie Igel und Maulwürfe zu den Insektenfressern und nicht zu den Nagetieren. Das ist für die Aufzucht sehr wichtig.
Sie ist von den echten Mäusen sehr leicht zu unterscheiden durch ihre spitze Kopfform mit rüsselartiger Nase und einem raubtierartigen Gebiss - statt der Nagezähne echter Mäuse.
Zur Aufzucht von Spitzmäusen geht es hier lang.

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Da viele Jungtiere ausgerechnet am Wochenende oder abends gefunden werden und bei mir oft erfragt wird, wo man die nötigen Dinge zur Aufzucht schnell erhält, hier eine erste Aufstellung,
was man zur Aufzucht benötigt und woher man es bekommt.
Was genau damit gemacht wird, steht unter „Aufzucht - bitte unbedingt dort weiterlesen! Dort gibt es auch Angaben zur Unterbringung der Findlinge.

- eine Wärmequelle: Wärmflasche, Kirschkernkissen, Taschenwärmer, zur Not auch Rotlichtlampe, Schreibtischlampe oder schlicht eine Flasche mit warmem Wasser

- Fencheltee, schwarzer Tee (nur bei Durchfall)

- Küchentücher, unparfümierte Taschen- oder Kosmetiktücher, Toilettenpapier

- Stoff zum Unterlegen, am besten Fleece

- heißes Wasser, kleine Schälchen, ein größeres Gefäß fürs Wasserbad, Löffel

- Transportbox oder anderer Behälter (je nach Größe und Alter des Fundtieres ein Käfig oder Terrarium), aus dem das Baby nicht heraus fallen kann

Viele dieser Dinge hat man zu Hause oder bekommt sie meist bei
Nachbarn, Freunden, Verwandten
Drogeriemärkten
Apotheken (Notdienst!)
Tankstellen
Supermärkten (in größeren Bahnhöfen längere Öffnungszeiten)
Zooladen oder eventuell Tierheim (Käfige und Boxen zum Kaufen bzw. Ausleihen)

- Katzenaufzuchtmilch

beim Tierarzt (Notdienst!) oder in Zooläden, eventuell auch beim Tierheim oder bei Pflegestellen

- oder Humana Heilnahrung (besonders wenn man absolut keine Katzenaufzuchtmilch bekommt)

Apotheke (Notdienst!), Drogeriemarkt, große Supermärkte, ev. bei Müttern mit kleinen Kindern

- 10%ige Kondensmilch (auch als Notbehelf, wenn man so schnell keine Aufzuchtmilch auftreiben kann!) - aber KEINE KAFFEESAHNE!!!

Supermärkte, Drogeriemärkte (in größeren Bahnhöfen längere Öffnungszeiten), Nachbarn, Freunde, Verwandte, zur Not auch in Restaurants und Imbissen nachfragen

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- Sab Simplex (bei Blähungen, aber auch zur Vorbeugung)

Apotheke (Notdienst!), Tierarzt (Notdienst!)

- Einwegspritzen á 1ml bis 5ml, zur Not auch Pipetten, bei größeren Jungtieren auch spezielle Aufzuchtflaschen

Apotheke (Notdienst!), Tierarzt, Krankenhaus, Arztpraxen

- Sauger (die kleinsten und spitzen - Foto auf der „Aufzucht-Seite)
Braucht man nicht unbedingt, sind aber besonders bei winzigen Babys recht hilfreich und passen auf Spritzen.

Zooläden
manchmal Tierarzt (auch nach Euterkanülen fragen, die passen auch auf Spritzen),
Online-Shops für Katzenbedarf (siehe Linkliste oder Suchmaschine)
Apotheke (nachfragen, was passen könnte!)

- Flohmittel (bei Bedarf)

Tierarzt

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Tipps zur artgerechten Haltung erwachsener Tiere findet ihr hier!

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Wenn ihr das Tier nicht selbst aufziehen könnt/wollt oder sonstige Fragen wegen eines gefundenen Tieres habt - bitte hier klicken
"Tier gefunden - was nun?"

Außerdem könnt ihr unter linic87@web.de Pflegestellen in eurer Nähe erfragen.
Bitte teilt mit, in welcher Gegend ihr wohnt (PLZ und Ort) und um welche Findlinge es sich handelt.
Natürlich kann sich auch jeder dort als Pflegestelle melden, der bereit ist, solche Tiere aufzuziehen!
Bitte beachtet, dass ihr unter dieser Adresse nicht mich erreicht. Ich habe die Notfallliste jahrelang geführt, aber nun an jemand anderen abgegeben.

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Beim Verdacht auf eine Erkrankung sucht bitte SOFORT einen Tierarzt auf, denn bei Babys ist jede Erkrankung ein Notfall, der schnellstmöglich behandelt werden muss.
Wenn ihr keinen guten Tierarzt für Kleintiere kennt, können meist Tierschutzvereine Adressen nennen. Es gibt so gut wie überall Notdienste, die auch nachts und am Wochenende erreichbar sind.
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Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen:
- Ich möchte mit meiner Website niemanden dazu auffordern, ein Wildtier an sich zu nehmen. Meine Seite richtet sich an die Menschen, die sich dazu bereits entschlossen haben.
- Bitte informiert euch selbst über die rechtlichen Bestimmungen (in Deutschland z.B. bei der Unteren Naturschutzbehörde).
- Jedem, der mit Tieren umgeht, sollte bewußt sein, dass man hygienische Regeln einzuhalten hat, dass eine Gefahr der Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten bestehen kann und dass insbesondere Wildtiere nicht in Kinderhände gehören.
- Alle Angaben auf meiner Website sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Sie resultieren aus eigenen Erfahrungen, Ratschlägen kompetenter Tierärzte, Fachliteratur und Berichten anderer Pfleger. Dennoch schließe ich hiermit jegliche Verantwortungsübernahme meinerseits aus.
- Ebenso kann ich keine Garantien geben, dass eine Aufzucht gelingt und dass meine Tipps immer zum gewünschten Erfolg führen.
- Bitte beachtet, dass ich ab sofort KEINE Mails mehr beantworten kann und werde!
BITTE KEINE MAILS AN MICH!


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