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Aufzucht
von
Kaninchen
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Allgemeines
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Lebensweise

Entwicklung

Aufzucht

Auswilderung
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Aufzucht von Wildkaninchen, Zwergkaninchen
und sonstigen Hauskaninchen
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Oft werde ich gefragt, wie man feststellen kann, ob eine Häsin wirklich schwanger geworden ist.
Eine bestehende Schwangerschaft kann man durch eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung feststellen, aber erst im fortgeschrittenen Stadium. In der Regel sollte man lieber den einen Monat abwarten, ob es zu einer Geburt kommt. Eine Untersuchung beim Tierarzt ist immer Stress für das Tier und einer werdenden Mutter sollte man Ruhe gönnen.
Nur wenn man Komplikationen befürchtet, ist eine Untersuchung notwendig. Das kann der Fall sein, wenn die Häsin apathisch wird oder andere Krankheitsanzeichen zeigt. Auch bei Kaninchen sind gelegentlich Kaiserschnitte nötig. Manchmal sterben auch Babies vor der Geburt und müssen dann operativ entfernt werden, um das Leben der Mutter zu retten.
Ein paar Tage vor der Geburt bauen die Häsinnen ein Nest aus Stroh und/oder Heu sowie ausgezupften Haaren aus ihrem Bauchfell.
Allerdings ist auch das noch kein sicheres Anzeichen für eine bestehende Schwangerschaft, denn Häsinnen werden relativ oft scheinschwanger (das kann auch der Kontakt zu einem kastrierten Rammler bewirken).
Bei einer Scheinschwangerschaft muss man drauf achten, ob die Häsin auch Milch produziert und das eventuell zu einer Milchdrüsenentzündung führt. Natürlich dann ein Fall für den Tierarzt!


Kaninchen werden nach einer Tragzeit von 28 bis 35 (durchschnittlich 31) Tagen unbehaart und mit geschlossenen Augen geboren. Durchschnittlich sind es 6-8 Babies, aber es kann vorkommen, dass es nur ein einziges Junges ist oder bis zu 12 Junge. Je weniger Junge, desto länger die Schwangerschaft.


- Anfangs benötigen die Neugeborenen besonders viel Wärme (ca.35°) und liegen eng aneinander gekuschelt in ihrem Nest.
- 5. Tag: Ein flaumiges Fell ist gewachsen, das auch die spätere Fellfärbung erkennen läßt.
- 7. Tag: Sie haben ihr Geburtsgewicht von ca. 25gr (abhängig von Rasse und Zahl der Geschwister) ungefähr verdoppelt.
- 9. bis 11. Tag: Die Kleinen öffnen die Augen. Die Ohren richten sich auf.
- 14. Tag: Die Babies haben ein dichtes flauschiges Fell und beginnen, erste Ausflüge aus dem Nest zu wagen.
- Mit 3 Wochen werden die Ausflüge häufiger und weiter. Die Jungen lernen es, Männchen zu machen und sich zu putzen, ohne umzufallen. Sie beginnen, einzelne Halme Heu oder Gras zu knabbern.
- Mit 4 Wochen kann man ihnen ein spezielles Aufzuchtfutter anbieten sowie Haferflocken, ein wenig Grünes (Löwenzahn z.B.), Möhren, Äpfel und vor allem gutes Heu. Die Milchleistung der Mutter nimmt allmählich ab. Handaufgezogenen Tieren kann man auch schon früher zarte Haferflocken, Heu, Zwieback, Möhren und Äpfel anbieten - ja früher sie allein essen, um so besser.
Die Jungen toben viel herum, schlagen Haken und spielen miteinander.
Es ist wichtig, ihnen viel Auflauf zu gewähren, damit sich ihr Herz-Kreislaufsystem kräftigen kann und die Kleinen fit und stark werden.
- Ab der 6. Woche werden die Kleinen nur noch selten trinken, da sie sich bereits auf feste Nahrung eingestellt haben. Sie sollten jedoch nicht vor der 7./8. Woche von Mutter und Geschwistern getrennt werden, da diese Zeit für ihre soziale Entwicklung bedeutend ist.
- Ab der 11./12. Woche müssen die kleinen Rammler getrennt gehalten werden, da sie nun geschlechtsreif werden. Sie können aber auch bereits kastriert werden, dann kann man ihnen die Trennung ersparen.

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Wenn ihr unsicher bei der Geschlechtsbestimmung seid, dann wendet euch an einen guten und mit Kleintieren erfahrenen Tierarzt oder sucht über Foren etc. jemanden in eurer Nähe, der euch hilft. Bitte geht kein Risiko ein, denn es gibt schon viel zu viele Notfalltiere und zu viel Nachwuchs.


Wenn hier Gewichte angegeben sind, so betrachtet diese bitte nur als groben Richtwert!
So hilfreich es auch wäre - es gibt keine Tabellen, wie viel ein Tier in welchem Alter wiegen MUSS. Wichtiger ist eine regelmäßige Zunahme des einzelnen Tieres.
Dazu kommt, dass sich Handaufzuchten oft etwas langsamer entwickeln, da sie durch den Schock, ihre Familie verloren zu haben und die Umstellung auf Ersatznahrung meist ein paar Tage „verlieren".
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Junge Kaninchen im Alter von 4 - 5 Tagen im Nest aus Haaren aus dem Bauchfell der Mutter
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junges Wildkaninchen im Alter von ca. 5 Tagen
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Kleines Wildkaninchen mit 8 Tagen, die Augen sind noch geschlossen
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Oben: Wildkaninchen im Alter von 10 Tagen, die Augen gerade geöffnet

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Unten: Junge Wildkaninchen mit 3 Wochen - der Löwenzahn schmeckt schon!
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Oben: 2 Wochen altes Wildkaninchen - das Fell wird flauschiger und die Ohren sind geöffnet
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Unten: 4 Wochen alte Wildkaninchen - nun wird auch schon Aufzuchtfutter sowie Möhren und Äpfel gegessen
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Wenn ihr das Tier nicht selbst aufziehen könnt/wollt oder sonstige Fragen wegen eines gefundenen Tieres habt - bitte hier klicken
"Tier gefunden - was nun?"