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Tipps und Tricks
zu
Mäusen
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Wenn ihr Infos zur Aufzucht von Tierkindern sucht - bitte hier klicken!

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Lebenserwartung:
18 bis 24 Monate - Es kommen vereinzelt Mäuse vor, die deutlich älter als 2 Jahre werden, aber das ist eher ein Glücksfall.


Geschlechtsreife:
Männchen mit 27-28 Tagen, Weibchen sogar noch etwas früher

Paarungsbereitschaft:
ca. aller 5 Tage für einige Stunden - sowie in den nächsten Stunden nach einer Geburt

Tragzeit: ca. 21 Tage

Anzahl der Jungen: ca. 6 bis 16 Babies

Abgabealter:
Die Männchen müssen mit 28 Tagen von der Familie getrennt werden, sollten aber noch zusammen bleiben. Die Weibchen sollten bis zur 6. Woche bei der Mutter bleiben.

Sozialpartner:
Mindestens eine weitere gleichgeschlechtliche Maus, besser kleine Gruppen von 4 - 6 Männchen oder bis ca. 12 Weibchen. Gemischte Gruppen bitte nur mit kastrierten Böcken!
Eine gemeinsame Haltung mit Stachelmäusen oder Vielzitzenmäusen ist möglich (bes. für einzelne unverträgliche Böcke zu empfehlen).

Käfiggröße:
Bei Männchengruppen wegen des Revierverhaltens nicht zu groß, ca. 50 x 70-80cm. Für Weibchengruppen sollten die Käfige jedoch größer sein und/oder mehrere Ebenen enthalten.
Keinesfalls reichen die leider oft angegebenen Maße von 30x60cm aus, auch nicht für zwei Mäuse.

Käfigeinrichtung:
Viel Einstreu incl. Heu und Stroh zum Verstecken und Gänge anlegen,
Häuschen, Pappröhren, Kletteräste und/oder -seile gehören zur Grundausstattung. Mäuse mögen erhöhte Aussichtspunkte und zahlreiche Versteckmöglichkeiten.

Eignung für Kinder:
Für ältere Kinder, die nicht zu fest "zupacken" bzw. auch für jüngere Kinder, wenn die Eltern dabei bleiben oder die Tiere eher zur Beobachtung da sind.


Für wen geeignet:
Für Menschen, die Freude an den winzigen Tieren haben und ihnen trotz ihrer Kleinheit die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Man benötigt weniger Zeit, Geld und Platz als bei anderen Tierarten, ABER:
- Mäuse sind nicht sehr kostenintensiv in der Haltung, allerdings können sie erhebliche Tierarztkosten verursachen - das sollte man nicht vergessen.

- Mäuse werden Menschen gegenüber zutraulich, aber sie sind auch ohne viel direkte Zuwendung glücklich, solange sie Artgenossen um sich haben. Trotzdem benötigen sie aufmerksame und zuverlässige Pflege und dürfen nicht sich selbst überlassen werden.
- Wer nur Platz für einen Käfig in Schuhkartongröße zu haben meint, der sollte sich kein Tier - auch keine Mäuse! - anschaffen.
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Ernährung:
Gutes Mäusetrockenfutter (ohne Pellets) als Grundlage sowie zusätzlich täglich Obst- und Gemüse (Apfel, Möhre, Birne, Gurke, Salat usw. - die Geschmäcker sind verschieden).
Gern knabbern Mäuse auch mal an trockenem Brot, Knäckebrot oder Zwieback sowie an Hunde- oder Katzentrockenfutter (Maiskeimringe sind sehr beliebt bei meinen Tieren).
Ab und zu sollten die Tiere auch eiweißreiches Futter in Form von Joghurt oder Quark bekommen. Besonders für trächtige und säugende Mäuse ist das wichtig.

Besonderes:
Mäuse sind einfach und billig zu bekommen und leicht zu vermehren. Ihre Kleinheit "verleitet" zu häufig dazu, sie in winzigen Käfigen unterzubringen - und der Zoohandel bietet leider solche unzureichenden Käfige in großer Auswahl preiswert an.
Es scheint so, dass viele Jugendliche Gefallen an der Mäusehaltung finden und Eltern ihrer Verantwortung des öfteren nicht nachkommen. Aber auch viel zu viele Erwachsene schaffen sich unbedacht Mäuse an und nicht selten vermehren sich die Tiere so uferlos, dass der unerwünschte und überzählige Nachwuchs ausgesetzt, an Schlangen verfüttert oder beim Tierschutzverein abgegeben wird.

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Wie können Mäuse vergesellschaftet werden?

Wilde Mäuse leben in großen Familien, die aus einem ranghöchsten Männchen, weiteren Männchen in einer hierarchischen Rangfolge und relativ gleichrangigen Weibchen besteht. Nur das ranghöchste Männchen paart sich mit den Weibchen und gibt so seine Gene weiter. Unter den Männchen gibt es Rangordnungskämpfe, die gelegentlich auch dazu führen können, dass ein unterlegenes Tier abwandern muss.
Mäuse orientieren sich vorrangig an Gerüchen. Sie erkennen sich mittels eines gruppenspezifischen Geruchs innerhalb der Familie sowie ihre Stimmungen und Befindlichkeiten (z.B. Paarungsbereitschaft) teilen sie auf diese Weise mit. Aber auch wichtige Punkte des Reviers werden markiert, so dass bereits die Jungtiere sich zurecht finden.
Diese Dinge spielen auch für unsere Heimtiermäuse eine große Rolle. Niemals darf man eine fremde Maus zu den anderen in den Käfig setzen! Sie würde als Eindringling betrachtet werden.
Bei Weibchengruppen genügt es in der Regel, die Tiere in einem unbekannten Käfig zusammen zu setzen. Dieser Käfig darf nicht nach anderen Mäusen riechen und sollte nicht zu groß sein, aber ein paar Versteckmöglichkeiten bieten. So hat man ein neutrales Gebiet, das die Tiere zusammen erkunden können ohne dass sie eigene Reviere abstecken können (deshalb kleinen Käfig wählen). Meist vertragen sich die Mäusedamen nach ein paar kleinen Auseinandersetzungen gut. Während man den Vergesellschaftsprozeß beobachtet, kann man den zukünftigen gemeinsamen Käfig säubern und ein bißchen umgestalten, vielleicht auch ein paar Einrichtungsgegenstände austauschen. Die Mäuse finden dann ein verändertes Revier vor und richten es sich gemeinsam neu ein.

Bei Böcken sieht die Sache wesentlich schwieriger aus. Zwei fremde erwachsene Männchen zu vergesellschaften, ist so gut wie aussichtslos. Am besten klappt es, Brüder aus einem Wurf zu halten oder Tiere, die im Alter von 4 Wochen zusammen gesetzt wurden. Hier muss man darauf achten, die Zusammensetzung der Gruppe sowie das Revier möglichst nicht zu ändern. Jede Änderung kann zu erheblichen Kämpfen und zum Zerfall der Gruppe führen! Selbst die Reinigung des Käfigs muss vorsichtig durchgeführt werden: nicht die gesamte Einstreu gleichzeitig wechseln und die sonstige Einrichtung nie komplett austauschen oder säubern. Besonders die jungen Männchen markieren recht viel und es macht keinen Sinn, dann ständig die Einstreu zu wechseln und Häuschen zu schrubben und die Äste auszutauschen - die Tiere werden nur noch stärker markieren! Das einzige, was da hilft, ist ein gut belüftetes Zimmer und Geduld (ältere Männchen markieren nicht mehr so stark).
Ein wenig Linderung schafft Hanfstreu, die es in faseriger und in pelletierter Form gibt. Die faserige ist besser (z.B. "Hugro"), die pelletierte ist ganz gut, wenn man eine Lage fein gehäckseltes Stroh darüber gibt.
Auch die Kastration kann das Markieren reduzieren, aber sollte nicht der Hauptgrund für den nicht risikolosen Eingriff sein! Die Kastration ist aber eine gute Möglichkeit, Frieden in Männchengruppen herzustellen. Immer mehr Tierärzte nehmen diesen Eingriff unter der risikoärmeren Inhalationsnarkose vor. Empfehlenswerte Tierärzte können bei anderen Mäusefreunden (Foren etc.) erfragt werden.

Will oder muss man ein einzelnes Farbmausböckchen vergesellschaften, gibt es mehrere Möglichkeiten:

- Die Kastration ermöglicht die relativ problemlose Vergesellschaftung mit Farbmausweibchen. Allerdings ist das Narkoserisiko bei Mäusen doch recht hoch und nicht jeder Tierarzt kann eine Inhalationsnarkose durchführen oder verfügt über genügend Erfahrung bei der Mäusekastration. Die Böcke sollten zwischen 3 und 15 Monaten alt und gesund sein.

- Das Zusammenführen von einem unkastrierten Farbmausböckchen ist mit Vielzitzen- oder Stachelmausweibchen möglich. Mit Jungtieren klappt es am besten, bei erwachsenen Weibchen ist Vorsicht und eventuell ein Abbruch des Vergesellschaftungsversuches nötig. Mit etwas Glück leben die Tiere sehr harmonisch zusammen. Nachwuchs zwischen den unterschiedlichen Arten ist nicht möglich. Man sollte aber mehrere Weibchen nehmen, damit wenigstens diese richtige Artgenossen haben.

- Oft wird eine Vergesellschaftung mit einem 4 Wochen alten Farbmausböckchen empfohlen. Dieses wird sich im Normalfall dem älteren Bock unterordnen. Ich halte relativ wenig von so einer Gemeinschaft, denn das Jungtier würde sich mit Gleichaltrigen wohler fühlen und durch die Unterwerfung durch den älteren Mäuserich hat es keine Chance sich selbst eine ranghöhere Position zu sichern. Dazu kommt, dass es nach einiger Zeit seinerseits allein sein wird, wenn das ältere Tier stirbt. Ich würde also zwei Jungtiere nehmen, was allerdings nicht immer gut geht. Und beim Versterben des Alten kann es zu erbitterten Kämpfen um die neue Rangfolge kommen.

- Eine weitere Variante ist das Zusammensetzen mit einem Stachelmaus-Bock. Angeblich vertragen sich die beiden Tiere nach einigen Kämpfen. Aber dabei ist das Risiko von erheblichen Verletzungen gegeben und ich finde es schon unbefriedigend, wenn ein Tier mit artfremden Tieren leben muss - hierbei wären beide Mäuse betroffen. Das Vertragen erfolgt wohl eher in Ermangelung einer Alternative als dass beide Tiere dabei glücklich wären.

Es ist möglich, auch mehrere Farbmausweibchen mit mehreren Stachelmaus- oder Vielzitzenmausweibchen zusammen zu halten. Genauso kann ein einzelnes Böckchen der beiden Arten in eine Farbmausweibchengruppe integriert werden.
Auch das Zusammenhalten von Männchen verschiedener Arten kann möglich sein, aber dann sollten die Tiere im Alter von ca. 4 Wochen zusammen gebracht werden.
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Links: Nach dem Tod seines Partners fand dieser Farbmäuserich in einer Gruppe Vielzitzenmaus-Weibchen neue Freunde und lebte sehr harmonisch mit ihnen.
Rechts: Farbmaus- und Stachelmausjungtier wuchsen zusammen auf und ihre Familien lebten friedlich zusammen.

Wie können Mäuse vermehrt werden?

Leider viel zu leicht!!!
Als Tiere, die oft anderen als Beute dienen, haben Mäuse eine sehr hohe Vermehrungsrate. Die Mäusemutter kann alle 21 Tage ein Dutzend Babies zur Welt bringen. Die weiblichen Babies können wiederum mit knapp 4 Wochen schwanger werden usw. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wieviel Nachwuchs aus einem einzigen Paar innerhalb eines Jahres entsteht.
Es ist nicht selten, dass beim Kauf im Zooladen irrtümlich ein Pärchen oder ein bereits schwangeres Weibchen erworben wird. Hier ist wichtig, weiteren Nachwuchs zu verhindern! Wenn man eine Schwangerschaft (am birnenförmigen Körper der werdenden Mutter) bemerkt, muss sofort das Männchen vom Weibchen getrennt werden, denn direkt nach der Geburt wird es erneut gedeckt!
Bemerkt man das Vorhandensein eines Pärchens erst nach einer Geburt, sollte das Männchen trotzdem sofort abgetrennt werden, denn zumindest eine kleine Chance besteht, dass das Weibchen noch nicht wieder schwanger ist. Die kleinen Männchen müssen unbedingt nach 27-28 Tagen einzeln gesetzt werden! Der Irrglaube, dass die Söhne nicht Mutter und Schwestern schwängern würden, hält sich offenbar hartnäckig und ist eine der Ursachen für die vielen überzähligen Mäuse.

Wie sich die kleinen Mäuse entwickeln und was man mit mutterlosen Mäusebabies macht, findet ihr

Fast alle meiner Mäuse stammen aus ungewollter oder gedankenloser Vermehrung und ich kann an dieser Stelle nur alle bitten, dies bei euren Mäusen zu verhindern! Es gibt viel zu viele Mäuse, die keiner haben will und die keine Chance auf ein glückliches Leben haben.
Wer sich bei der Geschlechterbestimmung unsicher ist, sollte sich einen Tierarzt oder einen anderen Mäusehalter suchen, der sich damit auskennt und sich helfen lassen.



Wo kann man Mäuse bekommen?

Mäuse bekommt man in fast jedem Zoogeschäft, aber davon muss ich dringend abraten:
- Häufig sind die Tiere nicht nach Geschlechtern getrennt und die Weibchen überraschen bald mit Nachwuchs.
- Offenbar können viele Verkäufer die Geschlechter nicht richtig unterscheiden, denn oft entpuppen sich zwei vermeintlich gleichgeschlechtliche Tiere später als Pärchen und man hat statt der zwei Tiere plötzlich ein dutzend oder noch mehr.
- Viele der Tiere werden von einem Massenzüchter bezogen und über einen Großhandel weiter geleitet - die "ideale" Basis, sich mit Krankheiten zu infizieren. Außerdem hatten solche Tiere wahrscheinlich noch nie Kontakt zu Menschen, sind verstört und scheu.
Es gibt natürlich auch löbliche Ausnahmen bei Zooläden, aber gerade für den unerfahrenen Tierhalter ist das meist schwer zu unterscheiden!

Es gibt zahlreiche Züchter, zum größten Teil sind das allerdings eher Hobby-Vermehrer. Um wirklich Mäuse zu züchten, muss man deren Erbanlagen sowie die Vererbungsregeln genau kennen. Es reicht keinesfalls, sich ein paar besonders hübsche Mäuse zu besorgen und zu schauen, welcher Nachwuchs dabei entsteht. Es muss Zuchtziele geben und dazu benötigt man eine große Anzahl an Mäusen - im eigenen Haushalt kaum machbar und wünschenswert finde ich das angesichts der vielen Notfalltiere auch nicht.
Eine wirkliche Zucht findet in Forschungslaboren statt, da dort genetisch geeignete Mäuse zu Versuchszwecken benötigt werden.
Hobbyzüchter rechtfertigen ihr Tun oftmals mit dem Ziel, gesündere und zahmere Mäuse züchten zu wollen. Bei der relativ geringen Anzahl an Individuen dürfte das jedoch kaum zu realisieren sein und mir scheint, dass es doch mehr um Farben und Felltypen geht. Schließlich gibt es keine Bewertungskriterien für Gesundheit und Charakter, aber zahlreiche für Farben und Fell!
Die Mäusezucht ist für viele insofern reizvoll, weil der Nachwuchs schnell zur weiteren Zucht eingesetzt werden kann und man so schnell seine Zuchterfolge sieht. Allerdings wird genauso schnell der Platz knapp und viele Zuchttiere werden in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Ständig ist Nachwuchs abzugeben und nicht jeder Züchter behält die Tiere, die keiner will. Es gibt zahlreiche Züchter, die keine Skrupel haben, ihre Tiere an Schlangenbesitzer abzugeben.
Ich persönlich halte die Zucht von Tieren, die bereits dermaßen überzählig vorhanden sind, durch nichts zu rechtfertigen. Wer nur ein "Siamfarbenes Mäuschen mit gelocktem Fell" nehmen will und über ein graues Notfall-Mäuschen die Nase rümpft, der hat meiner Ansicht nach gar kein Tier verdient!

In fast jedem Tierheim gibt es Mäuse, oft auch junge aus ungeplanten Würfen. Auch Kleinanzeigen in Zeitungen und im Internet sind meist eine "Fundgrube" für künftige Mäusehalter.
Nicht selten geben Reptilienhalter aus ihren Futterbeständen überzählige Tiere oder manchmal den gesamten Bestand (weil die Reptilien eben oftmals auch nicht alt werden...) ab.
Manche Versuchslabore geben "überschüssige" Tiere als Schlangenfutter ab. Diese Tiere sind als Haustiere meist nicht ungeeigneter als welche aus dem Zoogeschäft. Mäuse, die bereits genetisch verändert oder mit Krankheiten infiziert wurden, dürfen von Laboren sowieso nicht abgegeben werden. Gelegentlich gelangen dennoch auch solche Tiere nach draußen, an denen bereits Versuche vorgenommen wurden. Diese sind jedoch meist verstört und gehören in erfahrene Hände.

All diese Mäuse haben auch ein schönes Leben verdient und wer Mäuse wirklich liebt, sollte ihnen eine Chance geben! Es ist ein unsinniges Vorurteil, dass Tiere aus Tierheimen etc. grundsätzlich krank sind. Und wenn sie es sind, so wurden sie meist genau deswegen dort abgegeben und brauchen nun erst recht ein gutes Zuhause und jemanden, der sich um sie kümmert.
Wie oft höre und lese ich: "Ich will aber nur ein gesundes junges Tier, denn schließlich will ich lange daran Freude haben!" Mich erinnert das an den Kauf eines Haushaltgerätes, von dem man erwartet, dass es störungsfrei funktioniert... Bei Lebewesen gibt es keine Garantie und auch ein junges gesundes Tier kann schnell mal krank werden.
Sollte sich die oft zitierte "Tierliebe" nicht darin zeigen, dass man sich um die kümmert, die besonders unsere Hilfe brauchen?
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Mittlerweile sind in Tierheimen und über Tiervermittlungen auch exotischere Mäuse wie z.B. Stachelmäuse (links) zu bekommen. Schwer haben es leider immer noch die grauen Farbmäuse, da viele Leute die wildfarbenen Tiere unverständlicher Weise nicht mögen. Noch schwerer zu vermitteln sind wohl nur noch die Albinos... Dabei sind alle Mäuse liebenswert und haben ein gutes Leben verdient! Bitte denkt auch an diese Tiere, wenn ihr Mäuse als Haustiere halten wollt.
Rechts zu sehen ist Felicitas, die als Schwangere zu mir kam und eine sehr fürsorgliche Mutter war - eine meiner Lieblingsmäuse!

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Wie sieht eine gut eingerichte Mäusebehausung aus?

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, Mäuse unterzubringen:

Käfig:
Dieser sollte eine Grundfläche von 50 x 70-80cm haben und eine Höhe, die das Anbringen von Kletterästen und/oder Seilen ermöglicht. Für Männchengruppen darf der Käfig nicht durch Ebenen o.ä. stark strukturiert sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die Böcke ein eigenes Territorium beanspruchen. Es kommt aber auf die einzelnen Mäuse an und man kann den Einbau von Ebenen durchaus versuchen - und entfernen, wenn es zu Streit kommt.
Für Weibchengruppen ab ca. 5-6 Tieren sollte der Käfig noch größer sein und/oder durch mehrere Ebenen eine erweiterte Fläche bieten.
Die im Zoohandel angebotenen Mäusekäfige sind fast ausnahmslos viel zu klein! Mit etwas Glück kann man einen Käfig bekommen, der vielleicht für Ratten oder Streifenhörnchen gedacht war (und für diese zu klein wäre...). Viele Geschäftsinhaber bestellen euren Wunschkäfig auf Anfrage gern. Die Gitterabstände dürfen nicht größer als 10mm sein (für Jungtiere sogar nur 7mm!). Die Gitterstäbe sollten quer verlaufen, dann bieten sie den Mäusen eine gute Kletterfläche (Vogelkäfige haben meist die Stäbe längs verlaufend.)
Wer ein bißchen handwerkliches Geschick hat, ist mit Selbstbau sicher am besten beraten. In den meisten Baumärkten kann man sich beschichtete Spanplatten maßgenau zuschneiden lassen.
Ich selbst benutze Kunststoff- und Zinkschalen, die als Kotwannen für Kaninchenställe verkauft werden, als Boden und Ebenen. Sie haben den Vorteil, dass sie sich gut zum Reinigen heraus nehmen lassen.

Aquarien/Terrarien:
Oft hat man irgendwo noch ein ausgedientes Aquarium herum stehen und möchte es für die Mäusehaltung nutzen. Es sollte allerdings als absolutes Minimum eine Grundfläche von 40x80cm für 2 bis max. 4 Tiere haben.
Im Gegensatz zu Käfigen können die Mäuse hier kein Gitter als Kletterfläche nutzen und das muss man mit anderen Möglichkeiten ausgleichen. Außerdem sammelt sich in zu kleinen Aquarien durch den Urin zuviel schädliches Ammoniak am Boden an - je größer die Grundfläche, desto besser der Luftaustausch.
Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man eine zweite Ebene einbauen will.
Große Glasbehälter von ab 100cm Länge haben den Vorteil, dass die Mäuse gegen Luftzug geschützt sind und man ihnen eine dicke Lage Einstreu zum Graben geben kann, ohne dass Teile davon heraus fallen, und dass man sie recht ansprechend einrichten kann. Auch kann man die Tiere sehr gut durch die Glasscheibe beobachten.

Mäuseburg:
Das ist eine sehr gute Haltungsform, wenn man genügend Platz, keine kleinen Kinder und andere (freilaufende) Haustiere hat.
Mäuse springen nicht aus Höhen ab 70 cm herunter, deshalb kann man sie ohne eine Begrenzung durch Gitter auf einem Tisch halten. Lediglich eine Leiste zum Schutz vor versehentlichem Herunterfallen sollte man an allen Seiten anbringen. Weitere Ebenen sind auf Ständern möglich oder auch mittels Oberteilen von Gitterkäfigen, deren Türen offen stehen oder entfernt wurden. Dadurch kann man dann Kletterseile, Leitern oder Äste befestigen.
Der Vorteil besteht darin, dass man jederzeit gut an die Tiere heran kommt, sie ohne störende Gitter beobachten kann und ihnen viel Platz zur Verfügung steht. Nachteile sind herunter fallende Streu und die Möglichkeit, dass eventuell doch mal eine Maus entwischt.

Einrichtung: egal, für welche der Unterbringungsmöglichkeiten man sich entscheidet, die Ausstattung ist relativ gleich. Im Zoohandel gibt es inzwischen unzählige Varianten von Häuschen, Kletterburgen und anderem Spielzeug. Den Mäusen gefallen einfache, preiswertere Dinge aber oft genauso.
Häuschen sind als Verstecke und zum Schlafen unentbehrlich. Holzhäuser sind sehr schön, weil sie gleichzeitig zum Klettern und Nagen einladen und ein gutes Klima im Inneren fördern. Bei Männchengruppen verströmen sie leider nach kurzer Zeit durch die Markierungen einen unangenehmen Duft.
Häuser aus Plastik sind leichter sauber zu halten, behindern aber den Luftaustausch im Inneren und das so entstehende feuchte Klima schadet den Mäusen. Ebenfalls kann das Benagen des Plastiks gefährlich werden. (Überhaupt sollte man nichts aus Plastik für Mäuse verwenden!) Besonders schlimm sind jene Häuser, deren Boden geschlossen ist, so dass nicht einmal die Einstreu die Feuchtigkeit aufsaugen kann. Sie sind absolut ungeeignet!
Eine gute Alternative, besonders auch für die Männchen, sind einfache unglasierte Blumentöpfe, in die man Löcher bricht oder schlägt. Mit etwas Übung kann man solche Häuser leicht selbst herstellen und auch ein mal komplett zerschlagener Topf fällt durch den geringen Preis nicht ins Gewicht. Die Ränder der Bruchstellen glättet man mit einer Feile oder Sandpapier. Ich benutze oft Blumenschalen mit geriffeltem Rand, weil sie eine größere Fläche bieten und gut erklettert werden können. Sie sind ein wenig teurer als Blumentöpfe, aber immer noch wesentlich billiger und größer als die Tonhäuschen, die man für Fische und Reptilien kaufen kann. Ton lässt einen Luftaustausch zu und die Töpfe können gut gereinigt werden.

Zum Klettern eignen sich Äste, Seile, Wurzeln aus dem Aquarien- und Terrarienbedarf, Leitern und Gitter.
Gern mögen Mäuse Röhren: besser als Plastikröhren sind hier die Pappröhren aus Küchenrollen oder Toilettenpapierrollen. Auch diverse Pappkartons werden gern genommen. Da die Mäuse diese benagen und mit Löchern versehen, sollte man darauf achten, möglichst unbedruckte, unbeschichtete zu nehmen.
Als Nistmaterial eignen sich zerrissene Küchentücher (Zellstoff), unparfümerte Taschentücher, ungefärbtes Toilettenpapier, Heu und Hamsterwatte aus Baumwolle oder Kapok-Schoten.
Bitte niemals synthetische Hamsterwatte oder Kosmetikwatte benutzen! Es passieren damit immer wieder Unfälle, bei denen sich die Tiere Pfoten und/oder Beine mit solcher Watte abschnüren!

Ob ein Laufrad sinnvoll ist, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich finde es besser, den Mäusen eine großräumige, abwechslungsreiche Umgebung zu bieten als ein Laufrad. Manche Mäuse werden süchtig nach diesen Rädern und laufen darin mehr, als ihnen gut tut. Dazu kommt, dass die meisten Laufräder eine Verletzungsgefahr durch eingeklemmte Pfoten und Schwänze bergen. Die Laufräder, die durch ihre geschlossene Form sicherer sind, bestehen dagegen aus Plastik... Laufräder finden sich oft als mitgelieferte Ausstattung in zu kleinen Käfigen und erwecken so den falschen Eindruck als würde den Tieren genügend Bewegung geboten.
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Selbstgebauter Mäusekäfig mit der bei Mäusen so beliebten zweiten Etage - was fehlt, sind noch ein paar Zweige oder Seile zum Klettern.
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Pappröhren und Tontöpfe sind preiswert und dennoch sehr gut geeignet!
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Auch solche Heukugeln werden sehr gern benutzt.
Mehr zum Thema Fortpflanzung und Nachwuchs sowie zur Aufzucht mutterloser Mäuse
findet ihr hier:
Aufzucht von Mäusen

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Beim Verdacht auf eine Erkrankung sucht bitte SOFORT einen Tierarzt auf,
denn bei Kleintieren ist jede Erkrankung ein Notfall, der schnellstmöglich behandelt werden muss.
Wenn ihr keinen guten Tierarzt für Kleintiere kennt, können meist Tierschutzvereine Adressen nennen. Es gibt so gut wie überall Notdienste, die auch nachts und am Wochenende erreichbar sind.

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Wenn ihr euch Tiere neu anschaffen wollt oder einen Partner für bereits vorhandene Tiere sucht, dann seht euch bitte zuerst in Tierheimen oder auf Vermittlungsseiten im Internet um!
Es gibt ständig viel zu viele Tiere, die ein neues Zuhause suchen und echte Tierfreunde sollten auf gar keinen Fall die weitere Vermehrung unterstützen - sonst hört das Tierleid nämlich niemals auf...
Auf meiner Linkseite findet ihr etliche Seiten, die euch dabei weiterhelfen können. Manchmal habe ich auch selbst Tiere zu vermitteln, allerdings nicht mehr so viele wie noch vor einigen Jahren, da ich mich inzwischen hauptsächlich um verwaiste Jungtiere kümmere.

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